Archiv | Highlights Forschung 2024

2024/12/17

© NASA/JPL-Caltech/UArizona

Felssturzgefahr auf dem Mars

Ein Team unter Berner Leitung hat mithilfe eines neuronalen Netzwerks 1‘383 Felssturzstellen auf dem Mars identifiziert. Mehr als die Hälfte davon war bisher unbekannt. Die Entdeckung ist auch für zukünftige Marsmissionen relevant.

2024/10/18

© NASA/JPL-Caltech

Forschende der Universität Bern an NASA-Mission beteiligt

Am 14. Oktober 2024 startete die NASA-Mission Europa Clipper ihre Reise zum Jupitermond Europa. Ziel ist es, den Eismond auf Hinweise auf ausserirdisches Leben zu untersuchen. Vier Forschende der Universität Bern sind Mitglieder der wissenschaftlichen Teams für die Missionskameras, das Europa Imaging System (EIS), und das Massenspektrometer MASPEX an Bord der Raumsonde.

2024/10/01

© ESO/M. Kornmesser

Exoplanet bei unserem Nachbarstern Barnard entdeckt

Ein Forschungsteam mit Beteiligung der Universität Bern, der Universität Genf sowie des Nationalen Forschungsschwerpunkts NFS PlanetS hat mit dem ESPRESSO-Spektrografen einen Exoplaneten entdeckt, der Barnards Stern umkreist, der sich im zweitnächsten Sternsystem zu unserer Sonne befindet. Diese Entdeckung trägt zum Verständnis der Planetenentstehung um Rote Zwerge bei und gibt Einblick in die Vielfalt der Planetensysteme in unserer kosmischen Nachbarschaft.

2024/07/30

(dieses Bild wurde mit Hilfe von KI erstellt)

Erklärung gefunden, wie organische Makromoleküle um junge Sterne entstehen

Ein internationales Forschungsteam unter der Leitung der Universität Bern hat mittels computerbasierter Modellierung und Beobachtungen eine Erklärung dafür gefunden, wie sich in den Gas- und Staubscheiben um junge Sterne innert kurzer Zeit Makromoleküle bilden können. Diese Erkenntnisse könnten entscheidend sein für das Verständnis, wie Bedingungen für Leben um verschiedene Arten von Exoplaneten und Sternen entstehen können.

2024/06/27

© ESO/L. Calçada/spaceengine.org

Rätsel der Unterschiede in der Dichte der Sub-Neptune gelöst

Die meisten Planeten, die um Sterne in unserer Galaxie kreisen, sind sogenannte Sub-Neptune, die grösser sind als die Erde aber kleiner als Neptun. Eine aktuelle Studie des NFS PlanetS, der Universität Genf und der Universität Bern in Astronomy & Astrophysics zeigt, dass es zwei Populationen dieser Sub-Neptune gibt – die dichteren und die weniger dichten. Der Unterschied in der Dichte geht gemäss den Forschenden auf unterschiedliche Entstehungsprozesse dieser Exoplaneten zurück, und ist nicht das Ergebnis der Anwendung von unterschiedlichen Messmethoden, was bisher ebenfalls für möglich gehalten wurde.

2024/06/10

© ESA/DLR/FU Berlin

Erstmals Frost auf den höchsten Vulkanen des Mars nachgewiesen

Zum ersten Mal wurde auf den kolossalen Vulkanen auf dem Mars, den höchsten Bergen in unserem Sonnensystem, Wasserfrost nachgewiesen. Das internationale Team unter der Leitung der Universität Bern verwendete hochauflösende Farbbilder der Berner Marskamera CaSSIS an Bord der Sonde ExoMars Trace Gas Orbiter der Europäischen Weltraumorganisation ESA. Zu verstehen, wo Wasser zu finden ist und wie es transportiert wird, ist für zukünftige Marsmissionen und die mögliche Erkundung des Mars durch den Menschen von Bedeutung.

2024/06/05

© ESO/G. Vecchia

Hochleistungs-Spektrograf für Riesenteleskop

Die Europäische Südsternwarte (ESO) startet die Planung und den Bau des Hochleistungs-Spektrografen ANDES für das zukünftige Riesenteleskop ELT. Zum internationalen Konsortium gehören auch die Universität Genf und die Universität Bern, die gemeinsam den Nationalen Forschungsschwerpunkt (NFS) PlanetS leiten. ANDES soll unter anderem zur Entdeckung von möglichem Leben im Universum eingesetzt werden.

2024/05/08

© NASA/ESA/CSA/Ralf Crawford (STScl)

Hinweise auf eine mögliche Atmosphäre um einen felsigen Exoplaneten

Forschende haben mit dem NASA/ESA/CSA James-Webb-Weltraumteleskop möglicherweise eine Atmosphäre um 55 Cancri e, einen felsigen Exoplaneten 41 Lichtjahre von der Erde entfernt, entdeckt. Dies ist der bisher beste Beweis für eine Atmosphäre bei einem Gesteinsplaneten ausserhalb unseres Sonnensystems. Brice-Olivier Demory, Professor für Astrophysik an der Universität Bern und Mitglied des Nationalen Forschungsschwerpunkts NFS PlanetS, war Teil des internationalen Forschungsteams, dessen Studie soeben in Nature publiziert wurde.

2024/04/15

© Universität Bern, Illustration: Thibaut Roger

Wie Pluto zu seinem Herzen kam

Ein internationales Team von Astrophysikerinnen und Astrophysikern unter der Leitung der Universität Bern und Mitgliedern des Nationalen Forschungsschwerpunkts (NFS) PlanetS hat das Rätsel gelöst, wie Pluto zu einer riesigen herzförmigen Struktur auf seiner Oberfläche gekommen ist: Das Forschungsteam ist das erste, dem es gelungen ist, die ungewöhnliche Form mit numerischen Simulationen zu reproduzieren und sie auf einen riesigen und langsamen Einschlag aus einem schrägem Winkel zurückzuführen.

2024/03/04

© ESA

Die Reise der Uni Bern zum Kometen Chury

Die ESA-Weltraumsonde Rosetta startete am 2. März 2004 ihre Reise zum Kometen Chury. Mit an Bord: Das Massenspektrometer ROSINA der Universität Bern. Zum 20-Jahre-Jubiläum des Starts der Weltraummission Rosetta der Europäischen Weltraumorganisation ESA blickt uniAKTUELL zurück auf die wichtigsten Stationen und Forschungshighlights dieses Weltraum-Abenteuers mit Berner Beteiligung.

2024/02/26

© Sabina Raducan

Einschlag der DART-Raumsonde könnte Asteroid verformt haben

Die Raumsonde Hera der ESA zur Planetenverteidigung wird für eine Reise zum weit entfernten Asteroidenmond Dimorphos vorbereitet, der um seinen Mutterkörper Didymos kreist. Eines der ersten Merkmale, nach denen Hera suchen wird, ist der Krater, den die Vorgängermission DART auf Dimorphos hinterlassen hat, als sie auf den Asteroiden prallte, um dessen Umlaufbahn abzulenken.

2024/02/09

© Thomas Müller (MPIA)

Mögliche Lösung für Exoplaneten-Rätsel

Computersimulationen von Forschenden des Max-Planck-Instituts für Astronomie und der Universität Bern zeigen, dass die Wanderung von eisigen, sogenannten Sub-Neptunen in die Innenbereiche ihrer Planetensysteme die ominöse Lücke in der Grössenverteilung von Exoplaneten erklären kann. Bei zunehmender Annäherung an den Zentralstern bildet verdampfendes Wassereis eine Atmosphäre aus, die den Planeten grösser erscheinen lässt als im gefrorenen Zustand. Gleichzeitig verlieren kleinere Gesteinsplaneten mit der Zeit einen Teil ihrer ursprünglichen Gashülle, wodurch ihr gemessener Radius schrumpft.

2024/01/18

Mondgestein mit einzigartigem Staub gefunden

Ein Forschungsteam der Universität Münster, mit dabei CSH Fellow Valentin Bickel, hat erstmals metergroße Felsen auf der Mondoberfläche entdeckt, die mit Staub bedeckt sind und vermutlich einzigartige Eigenschaften aufweisen – magnetische Anomalien beispielsweise. Die Erkenntnisse helfen dabei, Prozesse zu verstehen, die die Mondkruste bilden und verändern. Die Studie ist jetzt in dem Fachjournal „Journal of Geophysical Research – Planets“ erschienen.