Highlights Forschung und Publikationen
Die neusten Medienmitteilungen, Forschungsnews und Publikationen von CSH Angehörigen.
2026/06/11
© ESA/ATG medialab
CHEOPS-Weltraummission verlängert
Angesichts der bemerkenswerten Erfolge des Weltraumteleskops CHEOPS hat die Europäische Weltraumorganisation (ESA) die erneute Verlängerung der CHEOPS-Mission beschlossen. Das Weltraumteleskop, das an der Universität Bern gebaut wurde und dessen wissenschaftliches Operationszentrum sich an der Universität Genf befindet, wird nun bis Ende 2029 weiter betrieben. Diese Entscheidung unterstreicht die herausragende Leistung und den wissenschaftlichen Wert von CHEOPS in der Exoplanetenforschung.
2026/06/02
© ESO/M. Kornmesser, L. Calçada
Seltsame Winde liefern bislang stärksten Hinweis auf Magnetfelder auf Exoplaneten
Ein internationales Forschungsteam mit Beteiligung der Universität Bern hat mithilfe von hochaufgelösten Messungen mit einigen der leistungsfähigsten Teleskope der Welt die Windgeschwindigkeiten auf sieben sehr heissen, Jupiter-ähnlichen Exoplaneten ermittelt. Die Beobachtungen ergaben, dass die Winde auf diesen Planeten höchstwahrscheinlich von Magnetfeldern beeinflusst werden. Dies ist der bislang eindeutigste Beleg für Magnetismus auf Planeten ausserhalb unseres Sonnensystems.
2026/04/13
© NASA/R. Hurt/T. Pyle
Zwischen ewiger Nacht und ewigem Tag: Klimakarten zweier Erdverwandter
Mit Hilfe des James-Webb-Weltraumteleskops JWST ist es einem internationalen Team mit Beteiligung der Universität Bern, der Universität Genf sowie des Nationalen Forschungsschwerpunkts (NFS) PlanetS gelungen, detaillierte Klimakarten von zwei felsigen Exoplaneten mit erdähnlicher Masse zu erstellen. Die beiden untersuchten Planeten gehören zum legendären Planetensystem TRAPPIST-1, das als wahres Labor für die Erforschung von extrasolaren Welten gilt.
2026/03/17
© NCCR PlanetS
Vom Staub zum Planeten: eine turbulente Geschichte
Wie fügt sich feiner Staub zu Bausteinen zusammen, aus denen schliesslich ganze Planeten wie unsere Erde entstehen? Ein Forschungsteam unter der Leitung der Universität Bern hat bei Parabelflügen in der Schwerelosigkeit den ersten experimentellen Nachweis erbracht, dass ein wichtiger physikalischer Prozess – die sogenannte Scherströmungsinstabilität – unter Bedingungen auftritt, wie sie in Regionen herrschen, in denen Planeten entstehen. Die Studie schliesst damit eine wichtige Lücke in unserem Verständnis der allerersten Schritte der Planetenbildung. Beteiligt sind die ETH Zürich, die Universität Zürich und der Nationale Forschungsschwerpunkt (NCCR) PlanetS.
2026/02/12
© ESA
CHEOPS deckt «Unordnung» in Planetensystem auf
Zuerst die Gesteinsplaneten, die sich in unmittelbarer Nähe ihres Sterns befinden, dann die Gasriesen: Bislang wurde angenommen, dass dies die übliche Reihenfolge von Planeten in ihren Systemen ist. Eine Annahme, die nicht nur auf unser Sonnensystem zutrifft, sondern auch auf die meisten der bisher identifizierten Planetensysteme. Die jüngste Entdeckung eines neuen Planeten um den Stern LHS 1903 durch das Weltraumteleskop CHEOPS stellt diese Theorie nun jedoch in Frage. Dem internationalen Team, das hinter dieser Entdeckung steht, gehören Forschende der Universität Bern und der Universität Genf an, die auch Mitglieder des Nationalen Forschungsschwerpunkts PlanetS sind.
2026/01/27
© NASA/JHUAPL/Carnegie Institution of Washington
Streifen auf dem Merkur zeigen: Merkur ist kein «toter Planet»
Eine neue Studie unter der Leitung von CSH Fellow Dr. Valentin Bickel entdeckt eine grosse Anzahl von hellen Streifen, sogenannte «Lineae», auf dem Merkur, die vermutlich durch das Ausgasen von flüchtigen Stoffen aus dem Innern des Planeten entstehen. Dies deutet darauf hin, dass Merkur nicht wie bisher angenommen ein toter Planet ist, sondern geologisch durchaus aktiv sein könnte. Die Ergebnisse liefern wichtige Einblicke in die Entwicklung von Merkur und seiner flüchtigen Bestandteile, die durch zukünftige Raumfahrtmissionen wie BepiColombo weiter untersucht werden sollen.
2026/01/12
Mas war zur Hälfte bedeckt von einem Ozean
Mithilfe von Bildern von Kameras auf Mars-Orbitern entdeckte ein internationales Forschungsteam unter der Leitung der Universität Bern Strukturen auf dem Mars, die grosse Ähnlichkeiten mit klassischen Flussdeltas auf der Erde aufweisen. Es handelt sich um Spuren von Flüssen, die ihre Sedimente in einen Ozean eingetragen haben. Dies zeigt, dass der Mars vor etwa drei Milliarden Jahren ein «blauer Planet» gewesen ist.