Highlights Forschung und Publikationen

Die neusten Medienmitteilungen, Forschungsnews und Publikationen von CSH Angehörigen.

2026/01/27

© NASA/JHUAPL/Carnegie Institution of Washington

Streifen auf dem Merkur zeigen: Merkur ist kein «toter Planet»

Eine neue Studie unter der Leitung von CSH Fellow Dr. Valentin Bickel entdeckt eine grosse Anzahl von hellen Streifen, sogenannte «Lineae», auf dem Merkur, die vermutlich durch das Ausgasen von flüchtigen Stoffen aus dem Innern des Planeten entstehen. Dies deutet darauf hin, dass Merkur nicht wie bisher angenommen ein toter Planet ist, sondern geologisch durchaus aktiv sein könnte. Die Ergebnisse liefern wichtige Einblicke in die Entwicklung von Merkur und seiner flüchtigen Bestandteile, die durch zukünftige Raumfahrtmissionen wie BepiColombo weiter untersucht werden sollen.

2026/01/12

Mas war zur Hälfte bedeckt von einem Ozean

Mithilfe von Bildern von Kameras auf Mars-Orbitern entdeckte ein internationales Forschungsteam unter der Leitung der Universität Bern Strukturen auf dem Mars, die grosse Ähnlichkeiten mit klassischen Flussdeltas auf der Erde aufweisen. Es handelt sich um Spuren von Flüssen, die ihre Sedimente in einen Ozean eingetragen haben. Dies zeigt, dass der Mars vor etwa drei Milliarden Jahren ein «blauer Planet» gewesen ist.

2025/12/16

© NASA

NASAs IMAP Mission macht 'First Light' Beobachtungen

Die Interstellar Mapping and Acceleration Probe (IMAP), am 24. September 2025 gestartet, hat ihre "first light" Beobachtungen gemacht, wobei alle 10 Instrumente erfolgreich erste Messungen im Weltall gemacht haben. Die Universität Bern nimmt an der Mission mit zwei Instrumenten teil, welche von WP entwickelt wurden.

2025/12/10

© Universität Bern, Design: Eric Zankl

Universität Bern an Mission zur Untersuchung des Asteroiden Apophis beteiligt

Die Europäische Weltraumorganisation (ESA) hat an ihrer Ministerrats-Tagung die Mission RAMSES genehmigt. Die gemeinsame Mission der ESA und der japanischen Weltraumorganisation JAXA soll den Vorbeiflug des Asteroiden «Apophis» an der Erde im April 2029 untersuchen. Die Universität Bern ist an der Mission mit der Kamera CHANCES beteiligt. Diese wird hochauflösende Bilder aufnehmen, um mögliche Veränderungen der Beschaffenheit und der Eigenschaften der Oberfläche von Apophis unter dem Einfluss der Anziehungskraft der Erde zu untersuchen.

2025/10/08

©CC by SA 3.0 IGO, ESA/TGO/CaSSIS for CaSSIS

Rasende Winde auf dem Mars

Auf dem Mars erreichen Staubteufel und Winde Geschwindigkeiten von bis zu 160 km/h und sind damit schneller als bisher angenommen: Dies zeigt eine Untersuchung eines internationalen Forschungsteams unter der Leitung der Universität Bern. Die Forschenden analysierten Bilder der Berner Mars-Kamera CaSSIS sowie der Stereokamera HRSC mit Hilfe maschinellen Lernens. Die Studie liefert damit wertvolle Datengrundlagen für ein detaillierteres Verständnis der atmosphärischen Dynamik, was für bessere Klimamodelle und zukünftige Marsmissionen von Bedeutung ist.

2025/04/09

© Universität Bern Bern, Illustration: Thibaut Roger

Wo die nächste Erde zu finden sein könnte

Ein Team der Universität Bern und des Nationalen Forschungsschwerpunkts (NFS) PlanetS hat ein maschinelles Lernmodell entwickelt, das potenzielle Planetensysteme mit erdähnlichen Planeten vorhersagt. Das Modell könnte die zukünftige Suche nach bewohnbaren Planeten im Universum deutlich beschleunigen und damit revolutionieren.

2025/02/25

© Emirates Mars Mission, Mohammed Bin Rashid Space Centre/UAE Space Agency

Warum der Mars rot sein könnte

Ein internationales Forschungsteam unter der Leitung der Universität Bern und der Brown University im US-Bundesstaat Rhode Island hat möglicherweise das Geheimnis der rötlichen Farbe des Mars gelüftet. Das Team identifizierte das wasserreiche Eisenmineral Ferrihydrit als Hauptursache des charakteristischen, rötlichen Marsstaubs. Diese Entdeckung könnte nicht nur die Farbe des Planeten erklären, sondern auch auf eine feuchtere, potenziell bewohnbare Vergangenheit des Mars hinweisen.

2025/02/25

© Universität Bern, Foto: Peter Keresztes Schmidt

Neue Erkenntnisse zur Suche nach Leben auf dem Mars

Forschende der Universität Bern haben in Zusammenarbeit mit der Universität der Wissenschaft und Technologie Houari Boumediene in Algerien bedeutende Fortschritte in der Astrobiologie erzielt. In einer soeben veröffentlichten Studie konnten sie mit Hilfe des Berner Massenspektrometers LIMS fossile Mikroorganismen in Messinischem Gips nachweisen, der in Algerien vorkommt. Dies zeigt, dass mit LIMS künftig auch in ähnlichen Ablagerungen auf dem Mars nach Spuren des Lebens gesucht werden könnte.

2025/01/15

© UNIGE, Illustration: Thibaut Roger

Die heissen Jupiter ziehen ihre Bahnen nicht allein

Heisse Jupiter sind Riesenplaneten, von denen bisher angenommen wurde, dass sie im jeweiligen Planetensystem alleine in der Nähe ihres Sterns kreisen. Ein Team unter der Leitung der Universität Genf mit Beteiligung der Universität Bern und der Universität Zürich im Rahmen des Nationalen Forschungsschwerpunkts PlanetS sowie mehreren ausländischen Universitäten hat ein Planetensystem mit einer unerwarteten Architektur entdeckt: WASP-132 enthält nicht nur einen heissen Jupiter, sondern auch eine Supererde – und einen eisigen Riesenplaneten. Diese Erkenntnisse sind von Bedeutung für das Verständnis der Entstehung und Entwicklung von Planetensystemen.

Archiv - Highlights Forschung

2024/12/17

© NASA/JPL-Caltech/UArizona

Felssturzgefahr auf dem Mars

Ein Team unter Berner Leitung hat mithilfe eines neuronalen Netzwerks 1‘383 Felssturzstellen auf dem Mars identifiziert. Mehr als die Hälfte davon war bisher unbekannt. Die Entdeckung ist auch für zukünftige Marsmissionen relevant.

2024/10/18

© NASA/JPL-Caltech

Forschende der Universität Bern an NASA-Mission beteiligt

Am 14. Oktober 2024 startete die NASA-Mission Europa Clipper ihre Reise zum Jupitermond Europa. Ziel ist es, den Eismond auf Hinweise auf ausserirdisches Leben zu untersuchen. Vier Forschende der Universität Bern sind Mitglieder der wissenschaftlichen Teams für die Missionskameras, das Europa Imaging System (EIS), und das Massenspektrometer MASPEX an Bord der Raumsonde.

2024/10/01

© ESO/M. Kornmesser

Exoplanet bei unserem Nachbarstern Barnard entdeckt

Ein Forschungsteam mit Beteiligung der Universität Bern, der Universität Genf sowie des Nationalen Forschungsschwerpunkts NFS PlanetS hat mit dem ESPRESSO-Spektrografen einen Exoplaneten entdeckt, der Barnards Stern umkreist, der sich im zweitnächsten Sternsystem zu unserer Sonne befindet. Diese Entdeckung trägt zum Verständnis der Planetenentstehung um Rote Zwerge bei und gibt Einblick in die Vielfalt der Planetensysteme in unserer kosmischen Nachbarschaft.

2024/07/30

(dieses Bild wurde mit Hilfe von KI erstellt)

Erklärung gefunden, wie organische Makromoleküle um junge Sterne entstehen

Ein internationales Forschungsteam unter der Leitung der Universität Bern hat mittels computerbasierter Modellierung und Beobachtungen eine Erklärung dafür gefunden, wie sich in den Gas- und Staubscheiben um junge Sterne innert kurzer Zeit Makromoleküle bilden können. Diese Erkenntnisse könnten entscheidend sein für das Verständnis, wie Bedingungen für Leben um verschiedene Arten von Exoplaneten und Sternen entstehen können.

2024/06/27

© ESO/L. Calçada/spaceengine.org

Rätsel der Unterschiede in der Dichte der Sub-Neptune gelöst

Die meisten Planeten, die um Sterne in unserer Galaxie kreisen, sind sogenannte Sub-Neptune, die grösser sind als die Erde aber kleiner als Neptun. Eine aktuelle Studie des NFS PlanetS, der Universität Genf und der Universität Bern in Astronomy & Astrophysics zeigt, dass es zwei Populationen dieser Sub-Neptune gibt – die dichteren und die weniger dichten. Der Unterschied in der Dichte geht gemäss den Forschenden auf unterschiedliche Entstehungsprozesse dieser Exoplaneten zurück, und ist nicht das Ergebnis der Anwendung von unterschiedlichen Messmethoden, was bisher ebenfalls für möglich gehalten wurde.

2024/06/10

© ESA/DLR/FU Berlin

Erstmals Frost auf den höchsten Vulkanen des Mars nachgewiesen

Zum ersten Mal wurde auf den kolossalen Vulkanen auf dem Mars, den höchsten Bergen in unserem Sonnensystem, Wasserfrost nachgewiesen. Das internationale Team unter der Leitung der Universität Bern verwendete hochauflösende Farbbilder der Berner Marskamera CaSSIS an Bord der Sonde ExoMars Trace Gas Orbiter der Europäischen Weltraumorganisation ESA. Zu verstehen, wo Wasser zu finden ist und wie es transportiert wird, ist für zukünftige Marsmissionen und die mögliche Erkundung des Mars durch den Menschen von Bedeutung.

2024/06/05

© ESO/G. Vecchia

Hochleistungs-Spektrograf für Riesenteleskop

Die Europäische Südsternwarte (ESO) startet die Planung und den Bau des Hochleistungs-Spektrografen ANDES für das zukünftige Riesenteleskop ELT. Zum internationalen Konsortium gehören auch die Universität Genf und die Universität Bern, die gemeinsam den Nationalen Forschungsschwerpunkt (NFS) PlanetS leiten. ANDES soll unter anderem zur Entdeckung von möglichem Leben im Universum eingesetzt werden.

2024/05/08

© NASA/ESA/CSA/Ralf Crawford (STScl)

Hinweise auf eine mögliche Atmosphäre um einen felsigen Exoplaneten

Forschende haben mit dem NASA/ESA/CSA James-Webb-Weltraumteleskop möglicherweise eine Atmosphäre um 55 Cancri e, einen felsigen Exoplaneten 41 Lichtjahre von der Erde entfernt, entdeckt. Dies ist der bisher beste Beweis für eine Atmosphäre bei einem Gesteinsplaneten ausserhalb unseres Sonnensystems. Brice-Olivier Demory, Professor für Astrophysik an der Universität Bern und Mitglied des Nationalen Forschungsschwerpunkts NFS PlanetS, war Teil des internationalen Forschungsteams, dessen Studie soeben in Nature publiziert wurde.

2024/04/15

© Universität Bern, Illustration: Thibaut Roger

Wie Pluto zu seinem Herzen kam

Ein internationales Team von Astrophysikerinnen und Astrophysikern unter der Leitung der Universität Bern und Mitgliedern des Nationalen Forschungsschwerpunkts (NFS) PlanetS hat das Rätsel gelöst, wie Pluto zu einer riesigen herzförmigen Struktur auf seiner Oberfläche gekommen ist: Das Forschungsteam ist das erste, dem es gelungen ist, die ungewöhnliche Form mit numerischen Simulationen zu reproduzieren und sie auf einen riesigen und langsamen Einschlag aus einem schrägem Winkel zurückzuführen.

2024/03/04

© ESA

Die Reise der Uni Bern zum Kometen Chury

Die ESA-Weltraumsonde Rosetta startete am 2. März 2004 ihre Reise zum Kometen Chury. Mit an Bord: Das Massenspektrometer ROSINA der Universität Bern. Zum 20-Jahre-Jubiläum des Starts der Weltraummission Rosetta der Europäischen Weltraumorganisation ESA blickt uniAKTUELL zurück auf die wichtigsten Stationen und Forschungshighlights dieses Weltraum-Abenteuers mit Berner Beteiligung.

2024/02/26

© Sabina Raducan

Einschlag der DART-Raumsonde könnte Asteroid verformt haben

Die Raumsonde Hera der ESA zur Planetenverteidigung wird für eine Reise zum weit entfernten Asteroidenmond Dimorphos vorbereitet, der um seinen Mutterkörper Didymos kreist. Eines der ersten Merkmale, nach denen Hera suchen wird, ist der Krater, den die Vorgängermission DART auf Dimorphos hinterlassen hat, als sie auf den Asteroiden prallte, um dessen Umlaufbahn abzulenken.

2024/02/09

© Thomas Müller (MPIA)

Mögliche Lösung für Exoplaneten-Rätsel

Computersimulationen von Forschenden des Max-Planck-Instituts für Astronomie und der Universität Bern zeigen, dass die Wanderung von eisigen, sogenannten Sub-Neptunen in die Innenbereiche ihrer Planetensysteme die ominöse Lücke in der Grössenverteilung von Exoplaneten erklären kann. Bei zunehmender Annäherung an den Zentralstern bildet verdampfendes Wassereis eine Atmosphäre aus, die den Planeten grösser erscheinen lässt als im gefrorenen Zustand. Gleichzeitig verlieren kleinere Gesteinsplaneten mit der Zeit einen Teil ihrer ursprünglichen Gashülle, wodurch ihr gemessener Radius schrumpft.

2024/01/18

Mondgestein mit einzigartigem Staub gefunden

Ein Forschungsteam der Universität Münster, mit dabei CSH Fellow Valentin Bickel, hat erstmals metergroße Felsen auf der Mondoberfläche entdeckt, die mit Staub bedeckt sind und vermutlich einzigartige Eigenschaften aufweisen – magnetische Anomalien beispielsweise. Die Erkenntnisse helfen dabei, Prozesse zu verstehen, die die Mondkruste bilden und verändern. Die Studie ist jetzt in dem Fachjournal „Journal of Geophysical Research – Planets“ erschienen.

2023/11/29

© CC BY-NC-SA 4.0, Thibaut Roger/NCCR PlanetS

Ein astronomischer Walzer enthüllt ein Sextett von Planeten

Ein internationales Team von Astronominnen und Astronomen, die die Weltraumsatelliten CHEOPS und TESS nutzen, hat ein wichtiges neues System von sechs Planeten entdeckt, die einen hellen Stern in einem harmonischen Rhythmus umkreisen. Diese seltene Eigenschaft ermöglichte es dem Team, die Planetenbahnen zu bestimmen, die die Forschenden zunächst vor ein Rätsel gestellt hatten. Beteiligt sind auch Mitglieder des NCCR PlanetS der Universität Bern und der Universität Genf.

2023/11/23

© Universität Bern, Bild: Ramon Lehmann; ESA/Rosetta NavCam

Kosmischem Eis auf der Spur

Mit 1,3 Millionen Franken fördert der Bund die Entwicklung eines neuartigen Raumfahrtinstruments unter der Leitung von Nicolas Thomas. Damit soll in Zukunft Wassereis unter der Oberfläche von Kometen, Planeten und Monden untersucht werden.

2023/11/09

© Universität Bern, Foto: Peter Keresztes Schmidt

Instrument der Universität Bern fliegt zum Mond

Nach dem Erfolg des Berner Sonnenwindsegels bei den Apollo-Mond-Missionen der amerikanischen Weltraumbehörde NASA in den 1960er Jahren wird das Physikalische Institut der Universität Bern bereits 2027 mit dem Massenspektrometer LIMS im Rahmen der NASA Commercial Lunar Payload Services (CLPS)-Initiative zum Mond zurückkehren.

2023/07/13

© Valentin Bickel

Roboterteam soll den Mond erkunden

Schweizer Forschende rüsten Laufroboter mit Messinstrumenten aus, um auf dem Mond nach Mineralien und Rohstoffen zu suchen. Die Stärke der Roboter ist ihr Teamwork: selbst bei einem Ausfall geht die Mission weiter. In diesem UniAktuell Artikel erfährst du mehr über Valentin Bickel, CSH Fellow, und seine Teilnahme am Project und der ESA "Space Recources Challenge."

2023/06/08

© Universität Bern, Fotos: Thibaut Roger

Geheimnissvolle Planeten spielen «Verstecken» mit CHEOPS

Mit Hilfe des Weltraumteleskops CHEOPS ist es einem internationalen Team europäischer Astronominnen und Astronomen gelungen, die Existenz von vier neuen Exoplaneten eindeutig zu bestätigen. Die vier sogenannten Mini-Neptune sind kleiner und kühler und daher schwieriger zu finden als die sogenannten Heissen Jupiter, die bereits in grosser Zahl entdeckt worden sind. Zwei der vier Studien stammen von Forschenden der Universität Bern und der Universität Genf, Dr. Solène Ulmer-Moll (BE/GE) und Dr. Hugh Osborn (BE), die auch Mitglieder des NCCR PlanetS sind.

2023/03/27

© ESA/NASA

Die Universität Bern ist bei Jupiter-Mission mit an Bord

Die Weltraummission Juice der europäischen Weltraumorganisation ESA wird am 13. April 2023 ihre Reise zum Jupiter antreten und dort unter anderem bei drei Eismonden nach Spuren von Leben suchen. Die Universität Bern steuert das Massenspektrometer NIM zur Mission bei, und ist an zwei weiteren Instrumenten beteiligt: Dem Submillimeter Wave Instrument SWI und dem Laser Altimeter GALA.

2023/03/10

Artist’s impression of CHEOPS
© ESA / ATG medialab

CHEOPS-Mission verlängert

Nach mehr als drei Jahren in der Umlaufbahn wurde die Mission des Weltraumteleskops CHEOPS soeben verlängert. CHEOPS wird von der Universität Bern in Zusammenarbeit mit der Universität Genf koordiniert und ist ein gemeinsames Projekt der Europäischen Weltraumorganisation (ESA) und der Schweiz. Am 7. März bestätigte der Ausschuss für das Wissenschaftsprogramm der ESA die Fortsetzung des Betriebs bis 2026 und eine indikative Verlängerung bis 2029, abhängig von den laufenden Verpflichtungen der nationalen Förderer und Partner.

2023/02/14

© NCCR PlanetS, Illustration: Tobias Stierli

Vier Klassen von Planetensystemen

Schon lange ist der Astronomie klar: Planetensysteme sind nicht zwingend wie unser Sonnensystem aufgebaut. Forschende der Universitäten Bern und Genf sowie des Nationalen Forschungsschwerpunkts PlanetS zeigen erstmals: Es gibt insgesamt vier Klassen von Planetensystemen.

2023/01/23

© NASA/ESA/CSA/M. Zamani

James-Webb-Weltraumteleskop identifiziert Herkunft eisiger Bausteine des Lebens

Interstellare Molekülwolken gelten als Wiegen von Planetensystemen. Ein internationales Forschungsteam unter Beteiligung des Center for Space and Habitability (CSH) der Universität Bern und des Nationalen Forschungsschwerpunkt (NFS) PlanetS entdeckt mithilfe des James-Webb-Weltraumteleskops das tiefst gelegene und kälteste Eis, das je in einer solchen Molekülwolke nachgewiesen wurde. Der Fund ermöglicht der Astronomie neue Einblicke in die eisigen Bestandteile, die im Verlauf der Zeit in Planeten eingebaut werden und dort letztlich die Grundlage für Leben bilden könnten. Maria Drozdovskaya (CSH) ist Co-Autorin der Studie.

2022/11/30

© Martin Jutzi

Kleine Asteroiden sind wohl jung

Das vor zwei Jahren durchgeführte Einschlagsexperiment der japanischen Hayabusa2-Mission auf dem Asteroiden Ryugu hat einen unerwartet grossen Krater erzeugt. Einem Team unter der Leitung der Universität Bern und des Nationalen Forschungsschwerpunkts (NFS) PlanetS gelang es nun, anhand von Simulationen neue Erkenntnisse aus dem Experiment zur Entstehung und Entwicklung von Asteroiden zu gewinnen. Diese sind auch wichtig für die DART-Mission der NASA.

2022/09/26

© NASA/Johns Hopkins APL

Verteidigung der Erde mit Berner Hilfe

Die NASA-Weltraumsonde DART soll am Dienstag, 27. September um 01:14 Uhr mit einem Asteroiden kollidieren, um diesen von seiner Umlaufbahn abzulenken. Beteiligt an diesem Unterfangen sind auch Forschende der Universität Bern.

2022/09/22

© ESO/G. Hüdepohl

Wie die Erderwärmung astronomische Beobachtungen beeinträchtigt

Astronomische Beobachtungen mit bodengebundenen Teleskopen sind extrem abhängig von lokalen atmosphärischen Bedingungen. Der menschgemachte Klimawandel wird einige dieser Bedingungen an Beobachtungsstandorten rund um den Globus negativ beeinflussen, wie ein Forschungsteam unter der Leitung der Universität Bern und des Nationalen Forschungsschwerpunkts (NFS) PlanetS berichtet.

2022/09/12

© ESA/ATG medialab

Tausend Tage CHEOPS

Nach tausend Tagen in der Umlaufbahn zeigt das Weltraumteleskop CHEOPS fast keine Abnutzungserscheinungen. Unter diesen Bedingungen könnte es noch eine ganze Weile Details über einige der faszinierendsten Exoplaneten enthüllen. CHEOPS ist eine gemeinsame Mission der Europäischen Weltraumorganisation (ESA) und der Schweiz, unter der Leitung der Universität Bern in Zusammenarbeit mit der Universität Genf.

2022/09/07

© ESO/P. Horálek

Zwei neue felsige Welten um einen ultrakalten Stern

Ein internationales Forschungsteam, an dem die Universität Bern und der Nationale Forschungsschwerpunkt (NFS) PlanetS beteiligt sind, hat zwei «Super-Erden» entdeckt. Die eine befindet sich in genau dem richtigen Abstand zu ihrem Stern, um möglicherweise flüssiges Wasser auf ihrer Oberfläche zu beherbergen.

2022/08/25

© NASA/ESA/CSA/Joseph Olmsted

James-Webb-Weltraumteleskop entdeckt Kohlendioxid in Exoplaneten-Atmosphäre

Das James-Webb-Weltraumteleskop liefert gleich mit dem ersten wissenschaftlichen Resultat eine Sensation: zum ersten Mal konnte in der Atmosphäre eines Planeten ausserhalb des Sonnensystems CO2 eindeutig nachgewiesen werden. Forschende der Universität Bern, der Universität Genf und des Nationalen Forschungsschwerpunkt (NFS) PlanetS sind an der Studie beteiligt.

2022/07/05

© Universität Bern

Überraschende chemische Komplexität des Kometen Chury enthüllt

Forschende unter der Leitung der Universität Bern konnten erstmals einen unerwarteten Reichtum an komplexen organischen Molekülen bei einem Kometen identifizieren. Dies gelang dank der Analyse von Daten, die während der Rosetta-Mission der ESA vom Kometen 67P/Churyumov-Gerasimenko, kurz Chury, gesammelt wurden. Solche organischen Stoffe, die durch Kometeneinschläge auch auf die frühe Erde gelangten, könnten dazu beigetragen haben, das kohlenstoffbasierte Leben, wie wir es kennen, in Gang zu setzen.

2022/06/29

© NASA/Johns Hopkins APL

Berner Forschende simulieren Verteidigung der Erde

Die NASA-Mission «Double Asteroid Redirection Test» (DART) ist der weltweit erste vollumfängliche Test zur planetarischen Verteidigung gegen mögliche Asteroideneinschläge auf der Erde. Forschende der Universität Bern und des Nationalen Forschungsschwerpunkts (NFS) PlanetS zeigen nun, dass der Einschlag der DART-Raumsonde auf ihrem Ziel statt einen relativ kleinen Krater zu hinterlassen den Asteroiden nahezu unkenntlich machen könnte.

2022/06/27

© CC BY-NC-SA 4.0, Thibaut Roger/UniBE/UZH

Langfristig flüssiges Wasser auch auf nicht erdähnlichen Planeten?

Flüssiges Wasser ist eine wichtige Voraussetzung, damit Leben auf einem Planeten entstehen kann. Wie Forschende der Universität Bern, der Universität Zürich und des Nationalen Forschungsschwerpunkts (NFS) PlanetS in einer neuen Studie berichten, könnte Wasser anders als bisher angenommen auch über Milliarden von Jahren auch auf Planeten existieren, die sich stark von der Erde unterscheiden. Dies stellt unsere bisherigen Vorstellungen von potenziell bewohnbaren Planeten in Frage.

2022/06/09

© Universität Bern

Eine bahnbrechende Anzahl von Braunen Zwergen entdeckt

Braune Zwerge, geheimnisvolle Objekte an der Grenze zwischen Sternen und Planeten, sind für unser Verständnis von Stern- und Planetenpopulationen von entscheidender Bedeutung. Allerdings konnten in fast drei Jahrzehnten der Suche nur 40 Braune Zwerge um Sterne abgebildet werden. Einem internationalen Team unter der Leitung von Forschenden der Open University und der Universität Bern ist es dank einer neuen innovativen Suchmethode gelungen, vier neue Braune Zwerge direkt abzubilden.

2022/05/24

© Universität Bern

Die Uni Bern fliegt zum Jupiter

Die Weltraummission JUICE der europäischen Weltraumorganisation ESA soll im Frühjahr 2023 zum Jupiter fliegen und dort bei drei Eismonden nach Spuren von Leben suchen. Beteiligt an diesem Unterfangen ist auch die Universität Bern, unter anderem mit dem Massenspektrometer NIM, das in einem Video vorgestellt wird.

2022/01/28

© Bibiana Prinoth

Extremer Exoplanet hat eine komplexe und exotische Atmosphäre

Ein internationales Team mit Forschenden der Universität Bern und der Universität Genf sowie des Nationalen Forschungsschwerpunkts (NFS) PlanetS hat die Atmosphäre eines der extremsten bekannten Planeten detailliert analysiert. Die Ergebnisse von diesem heissen, Jupiter-ähnlichen Planeten, der erstmals mit Hilfe des Weltraumteleskops CHEOPS charakterisiert worden war, könnten Astronominnen und Astronomen dabei helfen, die Komplexität anderer Exoplaneten zu verstehen – darunter auch die von erdähnlichen Planeten.

2022/01/11

© ESA

CHEOPS offenbart einen rugbyballförmigen Exoplaneten

Mithilfe des Weltraumteleskops CHEOPS konnte ein internationales Team von Forschenden mit Beteiligung der Universitäten Bern und Genf sowie dem Nationalen Forschungsschwerpunkt (NFS) PlanetS zum ersten Mal die Verformung eines Exoplaneten nachweisen. Aufgrund von starken Gezeitenkräften erinnert die Erscheinung des Planeten WASP-103b eher an einen Rugbyball als an eine Kugel.

2022/01/07

© Institute of Astronomy, UNAM / E. Cadena

Exzentrischer Exoplanet entdeckt

Unter der Leitung der Universität Bern hat ein internationales Forschungsteam einen «Sub-Neptun»-Exoplanten entdeckt, der einen roten Zwergstern umkreist. Die Entdeckung gelang auch dank Beobachtungen am SAINT-EX-Observatorium in Mexiko. Dieses wird von einem Konsortium betrieben, zu dem das Center for Space and Habitability (CSH) der Universität Bern und der Nationale Forschungsschwerpunkt NFS PlanetS gehören.

2021/12/14

© ESA/ATG Medialab

Zweijähriges Jubiläum von CHEOPS

Nach zwei Jahren in der Erdumlaufbahn hat das Weltraumteleskop CHEOPS die Erwartungen übertroffen. Indem es zuverlässig Details einiger der faszinierendsten Exoplaneten enthüllt, ist es schnell zu einem Schlüsselinstrument für Astronominnen und Astronomen in Europa geworden und hat zu fruchtbaren Kooperationen auf dem ganzen Kontinent geführt. CHEOPS ist eine gemeinsame Mission der Europäischen Weltraumorganisation (ESA) und der Schweiz, unter der Leitung der Universität Bern in Zusammenarbeit mit der Universität Genf.

2021/11/25

© NASA/JPL-Caltech

Wenig Kollisionsgefahr im Planetensystem TRAPPIST-1

Sieben erdgrosse Planeten umkreisen den Stern TRAPPIST-1 in nahezu perfekter Harmonie. Eine internationale Studie mit Beteiligung von Forschenden der Universität Bern, der Universität Genf und der Universität Zürich zeigt nun, dass diese Exoplaneten während ihrer Entstehung nicht von massiven Einschlägen und Kollisionen mit anderen Himmelskörpern betroffen waren.

2021/11/11

© UNIGE, Dave Hoefler

Entdeckung von Exoplaneten durch künstliche Intelligenz

Durch den Einsatz von Techniken der künstlichen Intelligenz, die denen ähneln, die in autonomen Autos verwendet werden, hat ein Team der Universität Genf und der Universität Bern in Zusammenarbeit mit dem Unternehmen Disaitek eine neue Methode zur Entdeckung von Exoplaneten entwickelt. Diese könnte auf der Erde eingesetzt werden, um illegale Mülldeponien und Abfallablagerungen zu entdecken.

2021/10/14

© Tania Cunha (Planetário do Porto - Centro Ciência Viva & Instituto de Astrofísica e Ciências do Espaço)

Der Planet fällt nicht weit vom Stern

Ein Zusammenhang zwischen der Zusammensetzung von Planeten und ihrem jeweiligen Wirtsstern wurde in der Astronomie schon lange vermutet. Ein Team von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern, an dem auch Forschende des Nationalen Forschungsschwerpunkts (NFS) PlanetS von der Universität Bern und der Universität Zürich beteiligt sind, liefert dafür nun erstmals empirische Belege – und widerspricht der langjährigen Annahme teilweise zugleich.

2021/08/30

© Alessandro Della Bella

Neue mathematische Formeln für ein altes Problem der Astronomie

Dem Berner Astrophysiker Kevin Heng ist ein seltenes Kunststück gelungen: Auf Papier hat er für ein altes mathematisches Problem neue Formeln entwickelt, die nötig sind, um Lichtreflektionen von Planeten und Monden berechnen zu können. Nun lassen sich auf einfache Weise Daten interpretieren, um etwa Planetenatmosphären zu beschreiben. Die neuen Formeln werden sehrwahrscheinlich in zukünftige Lehrbücher eingehen.

2021/06/28

© ESA

Einzigartiger Exoplanet platzt in CHEOPS-Studie herein

Bei der Untersuchung von zwei Exoplaneten in einem hellen, nahe gelegenen Sternsystem hat der CHEOPS-Satellit den dritten bekannten Planeten des Systems ausgemacht, der unerwarteterweise die Oberfläche des Sterns kreuzte. Dieser Transit offenbart spannende Details über einen «beispiellosen Planeten», wie das wissenschaftliche Team unter der Leitung der Universitäten Genf und Bern sowie Mitglieder des Nationalen Forschungsschwerpunkts PlanetS betonen.

2021/06/18

© CSH

Signatur des Lebens aus der Ferne gemessen

Es könnte ein Meilenstein auf dem Weg zum Nachweis von Leben auf anderen Planeten sein: Forschenden unter der Leitung des Nationalen Forschungsschwerpunkts (NFS) PlanetS, den die Universität Bern gemeinsam mit der Universität Genf leitet, ist es gelungen, mehrere Kilometer über dem Boden aus einem Hubschrauber eine zentrale molekulare Eigenschaft aller Lebewesen zu messen. Die Messtechnik könnte auch Möglichkeiten zur Fernerkundung der Erde eröffnen.

2021/03/11

© Universität Bern, Illustration: Jenny Leibundgut

Wie Gesteine die Bewohnbarkeit von Exoplaneten beeinflussen

Die Verwitterung von Silikatgesteinen trägt massgeblich dazu bei, dass auf der Erde ein gemässigtes Klima herrscht. Forschende unter der Leitung der Universität Bern und des nationalen Forschungsschwerpunkts (NFS) PlanetS, untersuchten die allgemeinen Prinzipien dieses Prozesses. Ihre Ergebnisse könnten beeinflussen, wie wir die Signale von fernen Welten interpretieren – auch solche, die auf Leben hindeuten könnten.

2021/03/04

© Universität Bern, Illustration: Thibaut Roger

Vulkane könnten den Nachthimmel dieses Planeten erhellen

Bisher haben Forschende keine Anzeichen auf globale tektonische Aktivität auf Planeten ausserhalb unseres Sonnensystems gefunden. Unter der Leitung der Universität Bern und dem Nationalen Forschungsschwerpunkt NFS PlanetS haben Wissenschaftler nun herausgefunden, dass das Material im Innern des Planeten LHS 3844b von einer Hemisphäre in die andere fliesst und für zahlreiche Vulkanausbrüche auf der einen Seite des Planeten sorgen könnte.

2021/01/25

© ESO

CHEOPS findet einzigartiges Planetensystem

Das Weltraumteleskop CHEOPS entdeckt sechs Planeten, die den Stern TOI-178 umkreisen. Fünf der Planeten befinden sich trotz sehr unterschiedlicher Zusammensetzungen in einem harmonischen Rhythmus - ein Novum. CHEOPS ist eine gemeinsame Mission der Europäischen Weltraumorganisation (ESA) und der Schweiz, unter der Leitung der Universität Bern in Zusammenarbeit mit der Universität Genf.

2021/01/22

© NASA/JPL-Caltech

Die TRAPPIST-1-Planeten könnten aus ähnlichem Material bestehen

Das Planetensystem TRAPPIST-1 beherbergt die grösste Ansammlung von etwa erdgrossen Planeten, die jemals ausserhalb unseres Sonnensystems gefunden wurde. Eine internationale Studie mit Beteiligung von Forschenden der Universitäten Bern, Genf und Zürich zeigt nun, dass diese Exoplaneten bemerkenswert ähnliche Dichten haben und gibt auch Aufschluss über deren Beschaffenheit.

2020/12/17

© ESA/S. Corvaja

Einjähriges Raketenstartjubiläum von CHEOPS

In seinem ersten Jahr im Orbit hat das Weltraumteleskop CHEOPS bereits Details eines der extremsten Exoplaneten enthüllt und seine Manövrierfähigkeit beim Ausweichen vor Weltraumschrott unter Beweis gestellt. CHEOPS ist eine gemeinsame Mission der Europäischen Weltraumorganisation (ESA) und der Schweiz, unter der Leitung der Universität Bern in Zusammenarbeit mit der Universität Genf.

2020/12/16

© Universität Bern, Illustration: Thibaut Roger

Zwei planetenähnliche Objekte, die wie Sterne geboren wurden

Ein internationales Forschungsteam unter der Leitung der Universität Bern hat ein exotisches System entdeckt, das aus zwei jungen planetenähnlichen Objekten besteht, die sich in sehr grosser Entfernung umkreisen. Obwohl diese Objekte wie riesige Exoplaneten aussehen, bildeten sie sich auf die gleiche Weise wie Sterne. Dies beweist, dass die Mechanismen, die die Sternentstehung antreiben, ungewöhnliche Systeme ohne Sonne hervorbringen können.

2020/10/15

© Institute of Astronomy, UNAM / E. Cadena

Zwei Planeten um einen Roten Zwerg

Am «SAINT-EX»-Observatorium, das von Forschenden des Nationalen Forschungsschwerpunktes NFS PlanetS der Universität Bern und der Universität Genf geleitet wird, wurden zwei Exoplaneten entdeckt, die den Stern TOI-1266 umkreisen. Das in Mexiko stationierte Teleskop beweist damit seine hohe Präzision und macht einen wichtigen Schritt auf der Suche nach potenziell bewohnbaren Welten.

2020/10/14

© ESA/ATG medialab

Vorbeiflug an der Venus auf dem Weg zum Merkur

Die Raumsonde BepiColombo, die sich auf dem Weg zum Merkur befindet, absolviert am 15. Oktober 2020 einen Vorbeiflug an der Venus – eines der Abbremsmanöver, damit die Sonde in die Umlaufbahn vor Merkur gebracht werden kann. Mit an Bord der Raumsonde sind Instrumente, die am Physikalischen Institut der Universität Bern konzipiert und gebaut wurden. Mit weiteren Instrumenten, an denen die Berner Forschenden beteiligt sind, werden nun auf dem Weg zum Merkur auch Daten zur Venus gewonnen.

2020/10/08

© NASA, ESA, G. Bacon (STSci)

Verdampftes Metall in der Luft eines Exoplaneten

Ein internationales Team von Forschenden unter der Leitung des Nationalen Forschungsschwerpunktes PlanetS der Universität Bern und der Universität Genf untersuchte die Atmosphäre des ultra-heissen Exoplaneten WASP-121b. Darin fanden sie eine Reihe gasförmiger Metalle. Die Ergebnisse sind ein nächster Schritt auf der Suche nach potentiell bewohnbaren Welten.

2020/09/28

© ESA/ATG medialab

Erste Studie mit CHEOPS-Daten beschreibt einen der extremsten Planeten im Universum

CHEOPS hält, was es verspricht: Beobachtungen mit dem Weltraumteleskop ermöglichen eine nähere Beschreibung des Exoplaneten WASP-189b – einer der extremsten bekannten Planeten. CHEOPS ist eine gemeinsame Mission der Europäischen Weltraumorganisation (ESA) und der Schweiz unter Leitung der Universität Bern in Zusammenarbeit mit der Universität Genf.

2020/09/21

© ESA/ATG medialab

Die ultraviolette Aurora des Kometen Chury

Auf der Erde bringen sogenannte Aurora als Polarlichter die Menschen zum Staunen. Ein internationales Konsortium mit Beteiligung der Universität Bern hat nun beim Kometen 67P/Churyumov-Gerasimenko, kurz Chury, solche Aurora im ultravioletten Wellenlängenbereich entdeckt. Der Nachweis dieses Phänomens gelang dank der Analyse von Daten der Rosetta-Mission der Europäischen Weltraumbehörde ESA.

2020/08/28

© Universität Bern, AIUB

Weltraumschrott erstmals am Tag beobachtet

Forschenden der Universität Bern ist es weltweit zum ersten Mal gelungen, die Distanz zu einem Weltraumschrott-Objekt mittels eines geodätischen Lasers bei Tageslicht zu bestimmen. Die Distanzbestimmung am 24. Juni 2020 gelang am Swiss Optical Ground Station and Geodynamics Observatory Zimmerwald. Dank der neuen Möglichkeit, Weltraumschrott am Tag zu beobachten, kann die Anzahl Messungen vervielfacht werden. So können mögliche Kollisionen mit Satelliten frühzeitig erkannt und Ausweichmanöver eingeleitet werden.

2020/08/19

© Universität Bern, Bild: Vera Knöpfel

Das empfindlichste Instrument für die Suche nach Leben im All stammt aus Bern

Forschende der Universität Bern haben das hoch empfindliche Instrument ORIGIN für zukünftige Weltraummissionen entwickelt, welches Kleinstmengen von Spuren von Leben nachweisen kann. Bereits haben Weltraumorganisationen wie die NASA Interesse bekundet, ORIGIN für zukünftige Missionen zu testen. Zum Einsatz kommen könnte das Instrument zum Beispiel bei Missionen zu den Eismonden Europa (Jupiter) und Enceladus (Saturn).

2020/07/01

© University of Warwick/Mark Garlick

Erstmals freigelegter Planetenkern entdeckt

Forschende unter der Leitung der Universität Warwick haben erstmals den freigelegten Kern eines Exoplaneten entdeckt, der einen noch nie dagewesenen Blick ins Innere eines Planeten erlaubt. Federführend beteiligt an der theoretischen Interpretation dieser Entdeckung ist Christoph Mordasini von der Universität Bern.

2020/06/03

© NASA, Univ. Arizona/JAXA, Univ. Tokyo

Entstehung zweier «kosmischer Diamanten» geklärt

«Bennu» und «Ryugu» sind zwei erdnahe Asteroiden mit einer diamantenähnlichen Form, über deren Entstehung lange gerätselt wurde. Nun zeigen Simulationen von Kollisionen, an denen unter anderen Martin Jutzi von der Universität Bern beteiligt war, wie die besondere Form zustande kam. Die Ergebnisse könnten auch helfen, die Vorgänge bei der Entstehung der Erde besser zu verstehen.

2020/05/05

© NASA/B. Ingalls

Hinweise auf aktives tektonisches System auf dem Mond

Vermutet wird, dass der Mond schon lange tot ist. Forscher haben nun jedoch Bergrücken entdeckt, auf denen frisch freigelegte Felsbrocken verstreut sind. Laut den Forschern könnten diese Grate Beweise für seismische Aktivitäten auf dem Mond sein, die vor 4,3 Milliarden Jahren in Gang gesetzt wurden und die heute noch andauern könnten. Adomas Valantinas, Doktorand an der Universität Bern, leitete die Forschungsarbeiten während seinem Aufenthalt als Gastwissenschaftler an der Brown University.

2020/04/16

© ESA/ATG medialab

Weltraumteleskop CHEOPS ist bereit für Wissenschaftsbetrieb

Nächster Meilenstein für CHEOPS: Nach umfangreichen Tests in der Erdumlaufbahn, die wegen der Coronakrise vom Missionspersonal teilweise vom Homeoffice aus durchgeführt werden mussten, wurde das Weltraumteleskop für wissenschaftsreif erklärt. CHEOPS steht für «CHaracterising ExOPlanets Satellite» und dient der Untersuchung bereits bekannter Exoplaneten, um unter anderem zu bestimmen, ob auf ihnen lebensfreundliche Bedingungen herrschen.

2020/03/12

© ESA/Rosetta/NAVCAM

Rätsel um Stickstoff dank nachgebildeten Kometen gelöst

Einer der Grundbausteine des Lebens ist Stickstoff. Ein internationales Konsortium konnte dank einer Methode mit nachgebildeten Kometenoberflächen Ammoniumsalz, das Stickstoff enthält, auf der Oberfläche des Kometen Chury nachweisen. Die Methode, worauf die Studie zum Nachweis von Ammoniumsalz aufbaut, war an der Universität Bern entwickelt worden.

2020/02/07

© ESA/Airbus/CHEOPS Mission Consortium

Weltraumteleskop CHEOPS macht seine ersten Bilder

Nächster Meilenstein für die Inbetriebnahme von CHEOPS: Nachdem die Abdeckung des Weltraumteleskops am 29. Januar 2020 erfolgreich geöffnet wurde, hat CHEOPS nun die ersten Himmelsbilder aufgenommen. CHEOPS ist eine gemeinsame Mission der Europäischen Weltraumorganisation (ESA) und der Schweiz unter Leitung der Universität Bern in Zusammenarbeit mit der Universität Genf.

2020/01/29

© ESA/ATG medialab

Abdeckung des Weltraumteleskops CHEOPS ist offen

Entscheidender Moment für das Weltraumteleskop CHEOPS: Das Öffnen der Abdeckung hat am Mittwoch, 29. Januar 2020, um 07.38 Uhr wie gewünscht geklappt. Nun wird CHEOPS auf seine Präzision hin geprüft, und es werden erste Bilder gemacht. CHEOPS ist eine gemeinsame Mission der Europäischen Weltraumorganisation (ESA) und der Schweiz unter Leitung der Universität Bern in Zusammenarbeit mit der Universität Genf.

2020/01/24

© ESA/ATG medialab

Öffnen der Abdeckung von CHEOPS um einige Tage verschoben

Am Montag, 27. Januar 2020 sollte die Abdeckung des Weltraumteleskops CHEOPS geöffnet werden. Weil einige Tests wiederholt werden, verschiebt sich der Termin um ein paar Tage.

2020/01/20

© ESA/Rosetta/NAVCAM

Das Salz der Kometen

Berner Forschende unter der Leitung der Astrophysikerin Kathrin Altwegg haben eine Erklärung gefunden, warum in der nebulösen Hülle von Kometen bislang wenig Stickstoff nachgewiesen werden konnte: der Lebensbaustein tritt zu einem grossen Teil in Form von Ammonium-Salzen auf, deren Vorkommen man bisher nicht messen konnte. Die Salze können ein weiterer Hinweis darauf sein, dass Kometeneinschläge Leben auf der Erde überhaupt erst möglich gemacht haben.

2020/01/15

© ALMA/ESO/ESA

Interstellare Reise des Grundbausteins Phosphor enthüllt

Phosphor gehört zu den Grundbausteinen des Lebens und ist unter anderem in der DNA und in den Zellmembranen vorhanden. Nicht geklärt war bis jetzt jedoch, wie Phosphor auf die Erde gelangte, als hier vor 4 Milliarden Jahren Leben entstand. Erstmals konnten Forschende unter Beteiligung der Universität Bern nun zeigen, dass phosphorhaltige Moleküle sich in den Entstehungsgebieten von Sternen bilden und wohl mit Kometen auf die Erde gelangten.

2019/12/18

© ESA/ATG medialab

CHEOPS erfolgreich gestartet – die Suche nach einer «Zwillingserde» geht los!

CHEOPS ist eine Mission der Europäischen Weltraumorganisation ESA, wobei die Schweiz eine führende Rolle innehat. Nach dem erfolgreichen Start und den üblichen Tests in der Umlaufbahn wird der Satellit Ende März 2020 seinen rund vierjährigen Betrieb aufnehmen. Die damit gesammelten Daten über Exoplaneten werden von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern auf der ganzen Welt erwartet, was die grosse Bedeutung des Beitrags der Schweizer Forschungsgemeinschaft zu dieser Mission unterstreicht.

2019/12/05

© ESA/M. Pédoussaut

Schweizer Weltraumteleskop CHEOPS: Raketenstart voraussichtlich am 17. Dezember 2019

Das Weltraumteleskop CHEOPS wird voraussichtlich am Dienstag, 17. Dezember an Bord einer Sojus-Rakete vom europäischen Weltraumbahnhof in Kourou, Französisch-Guayana, seine Reise ins All antreten. CHEOPS ist eine gemeinsame Mission der Europäischen Weltraumorganisation (ESA) und der Schweiz unter Leitung der Universität Bern in Zusammenarbeit mit der Universität Genf.

2019/10/09

© Universität Bern, Illustration: Thibaut Roger

Wenn die Erde flüssig wäre

Eine heisse, geschmolzene Erde wäre etwa 5% grösser als ihr festes Gegenstück. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie unter der Leitung von Forschenden der Universität Bern. Der Unterschied zwischen geschmolzenen und festen Gesteinsplaneten ist wichtig bei die Suche nach erdähnlichen Welten jenseits unseres Sonnensystems und für das Verständnis unserer eigenen Erde.

2019/09/26

© CARMENES/RenderArea/J. Bollaín/C. Gallego

Ein Planet, der nicht existieren sollte

Astronominnen und Astronomen haben bei einem kleinen Stern einen Planeten aufgespürt, der viel massereicher ist, als theoretische Modelle voraussagen. Während die überraschende Entdeckung einem spanisch-deutschen Team in einem Observatorium in Südspanien gelang, untersuchten Forschende an der Universität Bern, wie der rätselhafte Exoplanet entstanden sein könnte.

2019/09/16

© ESA/Roscosmos/CaSSIS

Berner Kamera zeigt merkwürdige Krater und Dünenfelder auf dem Mars

Die Berner Mars-Kamera CaSSIS an Bord der Raumsonde ExoMars Trace Gas Orbiter (TGO) der Europäischen Weltraumorganisation ESA und der russischen Raumfahrtagentur Roskosmos hat neue, eindrückliche Bilder vom Mars geliefert. Diese liefern Hinweise auf Gasausbrüche in Dünenfeldern, Klimawandel und trockene Lawinen auf dem Mars.

2019/08/29

© Universität Bern, Illustration: Thibaut Roger

Hinweise auf vulkanisch aktiven Exo-Mond

Ein Mond aus Gestein und brodelnder Lava umkreist möglicherweise einen Planeten 550 Lichtjahre von uns entfernt. Dies vermutet ein internationales Forschungsteam unter Leitung der Universität Bern aufgrund von theoretischen Vorhersagen und entsprechenden Beobachtungen. Dieser Exo-Mond – ein Mond ausserhalb unseres Sonnensystems – wäre eine extreme Version des Jupitermonds Io, also eine Exo-Io.

2019/07/29

© ESA/ATG medialab

CHEOPS besteht die letzte Prüfung vor dem Start

Das Weltraumteleskop CHEOPS hat den endgültigen Test für seinen Start mit einer Sojus-Rakete vom europäischen Weltraumbahnhof in Kourou, Französisch-Guayana, erfolgreich bestanden. CHEOPS ist eine gemeinsame Mission der ESA und der Schweiz unter Leitung der Universität Bern. Sie wird die Suche nach potenziell lebensfreundlichen Planeten unterstützen.

2019/05/08

© NASA/JPL-Caltech

Seltene Erden in der Atmosphäre eines Exoplaneten entdeckt

KELT-9 b ist der heisseste Exoplanet, der bisher bekannt ist. Im Sommer 2018 hat ein Team von Forschenden der Universitäten Bern und Genf Signaturen von gasförmigem Eisen und Titan in dessen Atmosphäre gefunden. Jetzt konnten dieselben Forschenden auch Spuren von verdampftem Natrium, Magnesium, Chrom und erstmals der Seltenen Erden Scandium und Yttrium nachweisen.

2019/03/29

© ESA/ATG medialab

Zweitletzte Station vor Reise ins All für Weltraumteleskop CHEOPS

Das Weltraumteleskop CHEOPS (CHaracterising ExOPlanet Satellite) wurde heute ein letztes Mal Medienschaffenden in Madrid vorgeführt, bevor es zum Weltraumbahnhof Kourou verschifft wird. Von dort wird CHEOPS im Herbst 2019 die Reise ins All antreten. Eine Erfolgsgeschichte für den Forschungsstandort Schweiz – und die Universität Bern. Ein Rück- und Ausblick.

2019/03/14

© ESA/Roscosmos/CaSSIS

Berner Mars-Kamera CaSSIS liefert spektakuläre Bilder

Vor drei Jahren, am 14. März 2016, war es soweit: die Berner Mars-Kamera CaSSIS startete mit der Raumsonde ExoMars Trace Gas Orbiter (TGO) ihre Reise zum Mars. Das an der Universität Bern entwickelte Kamerasystem beobachtet seit April 2018 den Mars und liefert hochaufgelöste, farbige Bilder der Marsoberfläche. Am 2. März 2019 hat CaSSIS nun zudem sein erstes Bild von InSight geliefert, dem Lander der NASA auf dem Mars.

2018/10/17

© ESA

Reise zum Merkur mit Berner Beteiligung

Am Samstag, 20. Oktober 2018 um 03:45 Uhr MEZ hat die Raumsonde BepiColombo vom Weltraumbahnhof Kourou in Französisch-Guayana ihre Reise zum Merkur angetreten. Mit an Bord der Raumsonde der europäischen Weltraumorganisation ESA und der japanischen Weltraumorganisation JAXA sind Instrumente, die am Physikalischen Institut der Universität Bern konzipiert und gebaut wurden: Das Laser Altimeter BELA – das grösste und heikelste Instrument der Mission – und das neuartige Massenspektrometer STROFIO.

2018/09/28

© ESA/Rosetta/NAVCAM

Zwei Jahre nach Rosetta

Am 30. September 2016 ging mit dem kontrollierten Absturz der Sonde auf der Oberfläche des Kometen Chury die aktive Phase der Rosetta-Mission der ESA zu Ende. Dank dem Berner Schlüsselexperiment ROSINA konnten Erkenntnisse zur Entstehung unseres Sonnensystems gewonnen werden. Über 2 Millionen Datensätze harren jedoch noch der Auswertung.

2018/08/27

© NASA/JPL/UArizona

Jupiter hatte Wachstumsstörungen

Aufgrund von Meteoritendaten zeigen Forschende der Universitäten Bern und Zürich sowie der ETH Zürich, wie der Jupiter entstanden ist. Daten aus Meteoriten hatten darauf hingedeutet, dass das Wachstum des Riesenplaneten während zwei Millionen Jahre verzögert wurde. Nun liegt die Erklärung vor: Kollisionen mit kilometergrossen Blöcken erzeugten hohe Energie, was dazu führte, dass in dieser Phase kaum Anreicherung von Gas stattfinden und der Planet somit nur langsam wachsen konnte.

2018/08/15

© Denis Bajram

Eisen und Titan in der Atmosphäre eines Exoplaneten entdeckt

Forschende der Universitäten Bern und Genf haben erstmals in der Atmosphäre eines Exoplaneten Eisen und Titan nachgewiesen. Die Existenz dieser Elemente in Gasform wurde von einem Team um den Berner Astronomen Kevin Heng theoretisch vorausgesagt und konnte nun von Genfern Astronominnen und Astronomen bestätigt werden.

2018/06/25

© Universität Bern

Wo sich Medizintechnik und Astrophysik treffen

An der Universität Bern haben Forschende aus der Astrophysik und der Medizintechnik gemeinsam eine neue Methode entwickelt, mit der sie Planeten ausserhalb unseres Sonnensystems untersuchen. Die ungewöhnliche Zusammenarbeit setzt auf maschinelles Lernen, einem Teilgebiet der künstlichen Intelligenz.

30. September 2016

Rosettas Landeplatz
© Bild: ESA/Rosetta/MPS for OSIRIS Team

Rosetta fulminantes Ende

Rosetta’s Landeplatz auf Komet Churyumov-Gerasimenko.